First in – First out

Seit dem 1. Januar 2005 gilt in Deutschland beim Verkauf von Wertpapieren und Fondsanteilen das so genannte First in – First out-Verfahren („FiFo“). Dabei wird seitens des Fiskus unterstellt, dass zuerst gekaufte Wertpapiere („First in“) auch zuerst verkauft („First out“) werden. Bisher hatte dieses Verfahren positive Auswirkungen, weil Anleger nach Ablauf der Spekulationsfrist für ihre zuerst gekauften Wertpapiere Gewinne steuerfrei realisieren konnten.

Mit Start der Abgeltungssteuer kann das FiFo-Verfahren zur Falle werden für all jene Anleger, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten Aktien eines Unternehmens oder Anteile desselben Fonds gekauft haben. Denn dadurch werden nun beim Verkauf die zuerst gekauften Wertpapiere und Fondsanteile auch als zuerst verkauft eingestuft. Aber gerade diese Papiere könnte man noch lange gewinnsteigernd im Depot liegen lassen, weil sie auch in ferner Zukunft abgeltungssteuerfrei verkauft werden können.

Das Mittel dagegen wurde ein Zweitdepot empfohlen, in das die nach dem 1. Januar 2009 gekauften Aktien und Fondsanteile eingebucht werden und somit eine klare Trennung zwischen Alt- und Neubeständen möglich ist.

Mithilfe des Zweitdepots kann klar getrennt werden zwischen

  • nachgekauften Aktien, die bereits vor dem 31. Dezember 2008 im Depot gelagert haben
  • bei Fondssparplänen, um Neu- und Altbestände sauber zu unterscheiden

Beim Verkauf von Anteilen wird auf das später eingerichtete Depot mit den Neubeständen zurückgegriffen. Die Steuerfreiheit für die Altbestände bleibt erhalten.

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