Langfristige Anlagestrategie festlegen

Was im Jahr 2008 richtig gewesen ist, muss ab dem 1. januar 2009 nicht falsch sein. Vorausgesetzt, man glaubt daran, dass aus der Finanzkrise langfristige Veränderungen erwachsen und die Unternehmen nachhaltig wirtschaften werden. Dann dürfte sich ein Investment in Aktien und Fondsauch weiterhin als gute und renditeträchtige Form der Geldanlage und des Vermögensaufbaus erweisen.Wer seine Ziele kannte und seine Anlagestrategie danach ausgerichtet hatte, sollte Kapital, von dem er sicher wusste, dass er es in den nächsten Jahren nicht braucht, noch in 2008 in renditestarke und sichere Aktien und Aktienfonds investiert haben. Dafür boten sich an:

  • Blue Chips (große, weltweit operierende Aktiengesellschaften), die sich auch in der Vergangenheit als rendite- und dividendenstark erwiesen haben. Gut ist auch, wenn diese Unternehmen nicht so konjunkturabhängig sind (das trifft beispielsweise auf Pharmafirmen zu). Wenn der Anlagehorizont über zehn Jahre hinaus reicht, dann ist dieser Punkt nicht so wichtig, weil Konjunkturzyklen das Auf und Ab solcher Aktien und damit deren Anlageerfolg über längere Zeiträume ausgleichen.
  • Breit streuende Investmentfonds, wegen ihrer Anlageflexibilität am besten Dachfonds oder Superfonds, wenn deren Gebührenstruktur nicht zu viel Rendite frisst.
  • Index-Fonds, die einen der großen Aktien-Indices nachbilden, etwa den Dax, EuroStoxx 50 oder den amerikanischen S&P 500 (der die 500 größten Aktiengesellschaften der USA abbildet). Die besten dieser Fonds sind so genannte „Exchange Traded Funds“, kurz ETFs. Sie bilden einen Index nach und verfolgen ihn automatisch, Dividenden fließen mit in den Fonds ein, sie werden nicht aktiv gemanagt und sind deshalb bei Gebühren und sonstigen Kosten sehr günstig.

Der Vorteil eines Investments in diese Wertpapiere: Wer sie in 2008 gekauft hat und länger als ein Jahr hält, zahlt dafür keine Abgeltungssteuer und auch keine Spekulationssteuer mehr.

Nach oben | | Artikel versenden