Garantie-Zertifikate

Bei Garantie-Zertifikaten erhält der Anleger mindestens das eingesetzte Kapital am Laufzeitende zurück. Aufgrund ihrer Konstruktion zählen Garantie-Zertifikate zu den Finanzinnovationen. Sie gehören zu den Gewinnern der Abgeltungssteuer.

Garantie-Zertifikate verbinden wie alle Zertifikate Elemente von Schuldverschreibungen und Derivaten. Die Garantie des eingesetzten Kapitals bezieht sich immer auf den Nennwert des eingesetzten Kapitals. Die Absicherung selbst erfolgt meist über Zinspapiere wie Zero-Bonds oder Nullkuponanleihen. Diese Zertifikate sind börsentäglich frei handelbare Wertpapiere mit begrenzter oder unbegrenzter Laufzeit.

Regelung bis 31.12.2008 (ohne Abgeltungssteuer)

Kapitalerträge aus Zertifikaten fallen durch Kursgewinne an, bei Garantie-Zertifikaten werden die Kursgewinne wie Zinserträge behandelt. Daher wird der Gewinn mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert.

Neue Regelung ab 1.1.2009 (mit Abgeltungssteuer)

  • Kapitalerträge aus Garantie-Zertifikaten werden – wie Finanzinnovationen – immer mit 25 % Abgeltungssteuer (plus Soli und ggf. Kirchensteuer) versteuert.
  • Verluste aus Garantie-Zertifikaten können – wie Finanzinnovationen – nur noch eingeschränkt mit anderen Einkünften verrechnet werden – nämlich mit positiven Kapitaleinkünften wie Zinsen. Nicht hingegen mit Einkünften aus Vermietung und Verpachtung oder aus nichtselbständiger Arbeit.

Unterm Strich

Garantie-Zertifikate zählen zu den Gewinnern der Abgeltungssteuer. Die Ersparnis bei Investments fällt umso höher aus, je höher der persönliche Einkommensteuersatz ist.

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