Index-Zertifikate

Index-Zertifikate haben als Basiswert einen Aktien-, Wertpapier- oder Rohstoff-Index. Sie sind börsentäglich frei handelbare Wertpapiere mit begrenzter oder unbegrenzter Laufzeit. Index-Zertifikate zählen zu den Verlierern der Abgeltungssteuer.Index-Zertifikate verbinden wie alle Zertifikate Elemente von Schuldverschreibungen und Derivaten. Die Wertpapiere sind meist unverzinst, haben indes einen variablen, an die Wertentwicklung ihres Basiswerts anknüpfenden Rückzahlungskurs.

Regelung bis 31.12.2008 (ohne Abgeltungssteuer)

Kapitalerträge aus Zertifikaten fallen durch Kursgewinne an.

  • Kursgewinne sind steuerfrei, wenn das Zertifikat länger als ein Jahr besessen wird.
  • Steuern fallen auf Spekulationsgewinne an, wenn das Zertifikat kürzer als ein Jahr gehalten wird. Der Gewinn wird mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert.

Neue Regelung ab 1.1.2009 (mit Abgeltungssteuer)

Ob sich die Abgeltungssteuer nachteilig auf Index-Zertifikate auswirkt, hängt wesentlich von ihrem Kaufdatum ab. Unterschieden wird zwischen Zertifikaten, die

  • spätestens am 14. März 2007 gekauft wurden („Altfälle“)
  • zwischen dem 14. März 2007 und dem 31. Dezember 2008 gekauft wurden und bis spätestens 31. Juni 2009 wieder verkauft werden
  • nach dem 31. Dezember 2008 gekauft wurden bzw. Zertifikaten, die nach dem 14. März 2007 gekauft wurden und über den 31. Juni 2009 hinaus gehalten werden.Für Gewinne, die im Rahmen der Szenarien 1 und 2 anfallen, gelten die alten Steuerregeln, für Szenario 3 werden 25 % Abgeltungssteuer (plus Soli und ggf. Kirchensteuer) fällig.

Unterm Strich

Index-Zertifikate zählen zu den Verlierern der Abgeltungssteuer. Anleger sollten überlegen, ob sie Ihr Geld nicht besser in Aktienfonds oder gleich in Indexfonds investieren.

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