Bausparen

Bausparverträge dienen vor allem der günstigen Finanzierung von Darlehen zum Zwecke des Eigenheimerwerbs. Sie zeichnen sich meist durch niedrige Guthabenzinsen aus. Bausparen zählt zu den klaren Verlierern der Abgeltungssteuer.

Regelung bis 31.12.2008 (ohne Abgeltungssteuer)

  • Zinseinkünfte aus Bausparverträgen müssen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden, es sei denn, die Einkünfte liegen unter dem Sparerfreibetrag.
  • Sollte der Guthabenzins unter 1 % liegen, wird auch keine Zinsabschlagsteuer direkt von der Bausparkasse oder Bank abgeführt.
  • Wer Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage oder die staatliche Wohnungsbauprämie hat, zahlt auf die Guthabenzinsen keine Zinsabschlagsteuer.

Neue Regelung ab 1.1.2009 (mit Abgeltungssteuer)

Alle Zinseinkünfte fallen unter die Abgeltungssteuer. Ebenso Bonusauszahlungen oder Treueprämien. Die Zinserträge aus Bausparverträgen sind ab 2009 nur steuerfrei, sofern sie zusammen mit andern Kapitalerträgen unter dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro bzw. 1602 Euro (Ledige / Verheiratete) liegen.

Unterm Strich

Bausparverträge sind die Verlierer der neuen Abgeltungssteuer. Sie lohnen sich nur noch, wenn man mit allen Kapitaleinkünften unter dem Sparerpauschbetrag bleibt. Außerdem ist diese Form der Geldanlage unter Renditegesichtspunkten nicht die beste Wahl für die Altersvorsorge.

Aber: Liegt der persönliche Einkommensteuersatz unterhalb der 25 % Abgeltungssteuer, sollten Guthabenzinsen und sonstigen Kapitaleinkünfte in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Es gibt zumindest eine Rückerstattung zuviel gezahlter Abgeltungssteuer.

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