Banksparpläne

Banksparpläne bieten die Möglichkeit, monatlich feste Beträge anzusparen. Als Zinsanlagen zählen Banksparpläne zu den Gewinnern der Abgeltungssteuer.

Regelung bis 31.12.2008 (ohne Abgeltungssteuer)

Zinserträge werden mit dem persönlichen Steuersatz versteuert. Die Banken sind verpflichtet, von jedem Zinsertrag vorab 30 % Zinsabschlagsteuer (plus Soli) an den Fiskus abzuführen, es sei denn, ein Freistellungsauftrag liegt vor. Nur wenn diese Einkünfte aus Kapitalvermögen unter den Freibeträgen für Ledige (750 Euro plus 51 Euro Werbungskostenpauschale) und Ehepaare (1500 Euro plus 102 Euro) liegen, bleiben Sie steuerfrei (Sparerfreibetrag).

Alle über den Freibetrag hinausgehenden Kapitalgewinne erhöhen das zu versteuernde Einkommen (Steuerprogression).

Über die Werbungskostenpauschale hinausgehende Werbungskosten können abgezogen werden.

Neue Regelung ab 1.1.2009 (mit Abgeltungssteuer)

Ab 1. Januar werden 25 % Abgeltungssteuer (Plus Soli und ggf. Kirchensteuer) fällig.
Der Sparerfreibetrag und die Werbungskostenpauschale werden zu einem Sparerpauschbetrag von 801 Euro (Ledige / Singles) bzw. 1602 Euro (Ehepaare) zusammengefasst. Die Möglichkeit entfällt, tatsächlich angefallene Werbungskosten (z. B. Depot- und Verwaltungsgebühren) abzuziehen.

Unterm Strich

Banksparpläne profitieren von der Abgeltungssteuer, weil sie in der Regel unter ihrem persönlichen Einkommensteuersatz liegen wird. Solche Sparpläne sind ein gutes Mittel, um sich für regelmäßiges Sparen zu disziplinieren. Die Renditen sind indes nur mittelmäßig. Als Mittel zur Altersvorsorge sollten Banksparpläne mit einem Riester-Rentenvertrag gekoppelt werden.

Persönlicher Einkommensteuersatz
20%
30%
42%
45%
Belastung von Zinseinkünften in Höhe von 1000 Euro (inkl. 5,5% Soli, ohne Kirchensteuer, Günstigerprüfung*, ohne Freibeträge) bis 2009 (Einkommensteuer)
211,00
316,50
443,10
474,80
ab 2009 (Abgeltungssteuer)
211,00
263,80
263,80
263,80
Gewinn
0
52,70
179,30
211,00

* Steuertipp Günstigerprüfung: Ledige / Verheiratete mit einem Jahreseinkommen unter 15.000 Euro / 30.000 Euro sollten ihre Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Steuerklärung angeben, weil ihr persönlicher Steuersatz unter dem Abgeltungssteuersatz liegt und sie so von der Bank bereits abgeführte Abgeltungssteuer zurückbekommen. Oder sie haben einen Freistellungsauftrag gestellt.

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