Wer sind die Gewinner der neuen Abgeltungssteuer?

Normale Privatanleger dürften in der Regel zu den Gewinnern der Abgeltungssteuer zählen. Die meisten von ihnen haben ihr Geld in festverzinsliche Anlagen investiert. Dazu zählen Bundesschatzbriefe, Rentenfonds Tagesgeldkonten oder das gute alte Sparkonto. Die meisten dieser Anleger dürften künftig mit einem niedrigeren Prozentsatz besteuert werden als zuvor.

Weitere Gewinner der Abgeltungssteuer sind Spekulanten und Anleger, die nur kurze Zeit in eine bestimmte Aktie investieren und ihre Kursgewinne innerhalb eines Jahres (alte Spekulationsfrist) einstreichen. Diese beiden Gruppen werden nicht mehr nach ihren früheren persönlichen Einkommenssteuersatz (der in der Regel über 25% gelegen hat) veranlagt, sondern mit dem seit 1. Januar 2009 geltenden Steuersatz von 25%.

Allgemein gilt, dass all jene Anleger von der Abgeltungssteuer profitieren, die hohe Einkünfte aus Kapitalvermögen haben. Denn für sie gilt zukünftig nicht mehr ihr – wahrscheinlich – hoher persönlicher Steuersatz (bis zum Grenzsteuersatz von 42%), sondern der niedrigere Steuersatz der Abgeltungssteuer von 25%.

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Wer sind die Verlierer der neuen Abgeltungssteuer?

Verlierer der Abgeltungssteuer sind jene Anleger, die ihre Aktien länger als ein Jahr halten (wollen). Dies ist meist bei Privatanlegern der Fall, die Aktien oder Aktienfonds für ihre Altersvorsorge kaufen.

Ausnahme: Anleger, die Wertpapiere noch vor dem 1. Januar 2009 gekauft haben und länger als ein Jahr halten. Sie müssen auf Gewinne aus Verkäufen keine Abgeltungssteuer zahlen. Ausnahme von der Ausnahme: Besitzer von Zertifikaten. Für sie gelten als Stichtage: vor dem 14. März 2007 gekauft oder bis spätestens 30. Juni 2009 wieder verkauft.

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