Wie wird die Kirchensteuer auf die Abgeltungssteuer erhoben?

Hierfür sieht der Gesetzgeber ab 1. Januar 2015 zwei Möglichkeiten vor:

  • Variante 1: Die Geldinstitute rufen einmal im Jahr die Religionszegehörigkeit Ihrer Kunden beim Bundeszentralamt für Steuern ab. Sofern der Anleger keinen Sperrvermerk gegen diese Übermittlung seiner Religionszugehörigkeit eingelegt hat, nimmt das Kreditinstitut die Erhebung der Kirchensteuer für ihn vor und führt diese an das zuständige Finanzamt ab. Das Finanzamt führt dann die Kirchensteuer an die betreffende Religionsgemeinschaft ab.
  • Variante 2: Wenn der Anleger bei Bundeszentralamt für Steuern einen Sperrvermerk gegen die Übermittlung seiner Religionszugehörigkeit eingelegt hat, muss er im Zuge der Einkommensteuererklärung dem Finanzamt gegenüber die einbehaltene Abgeltungssteuer angeben. Das Finanzamt setzt dann auf Grund der angegebenen Abgeltungssteuer die Kirchensteuer für ihn fest und führt sie an die betreffende Religionsgemeinschaft ab.
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