Checkliste Bankberater

Ihr Bankberater lag Ihnen schon seit Wochen oder Monaten in den Ohren: „Machen Sie Ihr Depot fit für die Abgeltungssteuer.“ Verständlich, denn er will Ihnen Finanzprodukte verkaufen. Dafür wird er bezahlt.

Eigentlich sollte Ihr Depot nun „gut aufgestellt“ sein. Oder aber Sie befürchten, dass Ihnen nicht die richtigen Produkte für Ihren Bedarf empfohlen wurden. Deshalb haben wir diese kleine Checkliste entwickelt, mit der Sie Ihren Bankberater auf den Zahl fühlen können.

  • Was liegt in meinem Depot und, welche Rendite kann ich für die einzelnen Produkte erwarten und wie wird sich die Abgeltungssteuer darauf auswirken? Der Berater sollte das erklären können.
  • Sind es eher Aktien, Zinspapiere oder ganz andere Anlagen, die Sie besitzen? Aktien bieten mehr Chancen auf langfristig höhere Renditen, bergen aber auch größere Risiken als Zinspapiere. Anleger mit solchen Anlagen profitieren häufig von der 25 %-igen Abgeltungssteuer, weil der persönliche Steuersatz über 25 % liegt.
  • Wie ist das Verhältnis von Renditen und Gebühren? Beispiel Dachfonds: Sie wurden häufig als Mittel der Wahl gegen die Abgeltungssteuer empfohlen, weil bei Ihnen anders als bei normalen Fonds oder Aktien zwischenzeitliche Kursgewinne nicht steuerpflichtig sind. Doch Dachfonds haben oftmals undurchsichtige Gebührenstrukturen, die Rendite fressen. Fragen Sie den Berater, warum das Investment lohnen soll.
  • Was empfiehlt mir der Berater zur langfristigen Altersvorsorge? Welche Rendite kann ich erwarten? Ist das Produkt auch abgeltungssteuerfrei? Oder sollte in meinem Fall nicht auf ein anderes Produkt gewechselt werden, das mehr Rendite auch ohne staatliche Zuschüsse verspricht?
  • Muss ich in 2009 Verkäufe tätigen? Wenn ja, warum? Steigt damit die Wahrscheinlichkeit, meine Rendite zu steiegern?
  • Was sollte ich meinen Steuerberater fragen in Bezug auf die Abgeltungssteuer und meine Vermögenswerte und mein Depot?
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