Abgeltungssteuer – Happy End? Bundeskabinett berät

Vielleicht gibt es doch noch ein Happy End für die Fondsbranche. Denn heute berät in Berlin das Bundeskabinett das Jahressteuergesetz 2009. Bestandteil des Gesetzes sind die Regelungen zur Abgeltungssteuer.

Vor allem Zertifikatebesitzer und Fondssparer warten auf eine Entscheidung, wie ihre Wertpapieranlagen steuerlich behandelt werden. Denn im Jahressteuergesetz geht es auch darum, ob Fondssparer künftig von der Abgeltungssteuer verschont bleiben und wie Zertifikatefonds künftig besteuert werden.
Bleibt es bei der im bisherigen Referentenentwurf vorgesehenen Regelung, müssen sich Zertifikatebesitzer jetzt sputen. Denn steuerfreie Spekulationsgewinne sind für diese Produkte nur noch möglich, wenn sie bis Ende Juni gekauft, länger als ein Jahr gehalten, aber vor dem 30. Juni 2009 verkauft werden. Alle anderen Zertifikate, die ab 1. Juli 2008 gekauft und erst nach einem Jahr wieder mit Gewinn verkauft werden, unterliegen dann der 25 % Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.
Zertifikate stehen damit schlechter da als andere Anlageprodukte wie Aktien oder Fonds. Für die gilt noch bis zum 31. Dezember 2008 Bestandsschutz der bisherigen Regelung. Wer diese Finanzprodukte bis zum Jahresenede kauft, kann sie noch jahrzehntelang halten und Kursgewinne spekulationssteuerfrei einstreichen.
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