Was aus 10.000 Euro Aktienanlage werden
Besonders hart trifft die Abgeltungssteuer Anleger, die ihr Geld langfristig in Aktienfonds oder Aktien anlegen. Der Grund: Waren früher Kursgewinne nach einer Haltedauer von mindestens einem Jahr steuerfrei, so werden diese für alle ab 1. Januar 2009 erworbenen Wertpapiere mit 25 Prozent Abgeltungssteuer plus Soli und ggf. Kirchensteuer belegt.
Unterm Strich
Ein Anleger, der bis Ende 2008 10.000 € in Anteile an einem Aktienfonds investiert hat, bekommt nach 20 Jahren 46.610 € ausbezahlt. Wer die gleiche Summe 2009 oder später anlegt, kann sich nur noch über 37.458 € freuen. Nach Abzug von Soli und Kirchensteuer verbeiben ihm sogar nur 36.367 € - die restlichen 10.243 Euro werden vom Fiskus einkassiert.

Hallo,
vereinfachter Fall:
ich lege 20.000,- bei der Bank an zu 4% p.a.
Das ergibt Zinsen im Jahr von EUR 800,- also knapp unter dem Sparerpauschbetrag und es fällt somit keine Abgeltunssteuer an.
Lege ich nun nochmal 2.000 EUR drauf wären das dann bei 22.000,- = EUR 880 Zinsen im Jahr und Abgeltunssteuer würde anfallen.
werden dann die kompletten 880,- mit 25 % besteuert oder nur das was über den Pauschbetrag rausgeht, also eine Besteuerung von EUR 79,-?
Wenn alles besteuert wird, dann hätte ich ja nur noch EUR 660,- Zinsen im Jahr.
Da wärs ja besser man würde die 2000 EUR gar nicht erst zur Bank bringen?!
Vielen Dank für die Beantwortung.
Die Abgeltungssteuer wird nur auf den Betrag erhoben, der über den Sparerpauschbetrag von 801 Euro hinaus geht, in Ihrem Beispiel also auf 79 Euro. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie der Bank einen Freistellungsauftrag mit der maximal möglichen Summe, also 801 Euro, erteilt haben.